Die Sicht der Besucher – ein Gastbeitrag

Vorbemerkung: Da wir – Horst und Heide Hörpel – vom 11. – 30.04. (bis auf 5 Tage in Nicaragua) die wunderbare Gastfreundschaft von Dagmar und Gerd genießen durften, hatte Thomas den beiden vorgeschlagen, dass wir dieses Mal einen Blogbeitrag liefern. Das haben wir gerne übernommen.

Dschungel in 2 500 m Höhe

Costa Rica – verheißungsvoller Name eines kleinen Landes – rico/a (span) – bedeutet ‘reich’ und im Blick auf Essen: köstlich – also ein Land der Fülle an Pflanzen, Tieren, Früchten. Unser Neffe Jona meinte spontan, als er hörte, dass wir nach Costa Rica reisen: „Das ist das Land mit der höchsten Biodiversität“. Davon konnten wir uns nun mit allen Sinnen überzeugen.

Im Morgengrauen des 12.04. holen uns Gerd und Dagmar am Flughafen in San José ab – mit Strelietzien und Red Ginger Blüten, das ist schon ein toller Vorgeschmack auf die botanischen Sensationen, die uns erwartenll!! – Das Wiedersehen nach langer Zeit – es ist für uns ein Wunder, die beiden auf fremdem Boden leibhaftig in die Arme schließen zu können.

Die Fahrt durch die einzelnen Stadtteile bis nach Escazú gibt uns einen ersten Eindruck von der Blütenpracht der Bäume kurz vor Beginn der Regenzeit und von Blumen, die wir hier mühsam durch den Winter bringen: Trompetenbäume, Wandelröschen, Hibiscushecken und Bambusbüsche – riesige Gummi– und Ficusbäume.

Der Ruhetag zum Ankommen nach einem langen Flug hilft sehr, den Zeitunterschied zu überwinden und die herrliche Aussicht von der Wohnung auf das ausgedehnte Tal mit Stadt und Vulkan Poas (2 704 m) zu genießen. Ein abendlicher Rundgang im parkähnlich angelegten Garten der Wohnanlage ‘El Monasterio’,  an einem nördlichen Steilhang von Escazú gelegen,  lässt uns die Blumenfülle von Nahem entdecken (z.B. Orchideen und Bromelien, die sich an  Baumästen festsetzen). Gerd und Dagmar haben schon die weitgereisten Meike (eine Schwipp-Gross-Nichte von Dagmar) und Anika (Meikes Studienfreundin) zu Besuch – wir werden noch viel miteinander lachen!

Blick vom Wohnzimmer

Der Vulkan Poas (jeden Morgen der erste Blick vom Wohnzimmer aus – ist er frei oder wolkenverhangen?) ist unser erstes Ziel, ein dampfender und nach Schwefel stinkender Vulkan, dessen blaugrünlicher Kratersee wir gerade noch sehen können – immer wieder kriechen Wolken die Bergkuppe und aus dem Kratersee herauf – und dann ist es aus mit der schönen Aussicht!

Wir können die Fahrtkünste von Gerd und Dagmar nur bewundern! Je höher wir kommen, nach den Kaffeeplantagen und Schattengärten zur Farnzucht und für die Erdbeeren, wird die Landschaft den Schweizer Bergen mit ihren Almkühen immer ähnlicher  (es fehlte nur noch die lila Milka-Kuh!) – am Straßenrand gibt es unwiderstehliche Erdbeeren zu kaufen. Hortensienhecken so weit das Auge reicht als Einzäunung (!) – bei uns erfriert gerade unsere weiße Hortensie, die wir in den letzten Jahren immer durch den Winter retten konnten.

Riesige Blätter

Gerd und Dagmar kennen den Fußweg durch den Dschungel zum zweiten Kratersee, der im Gegensatz zum ersten idyllisch von grünen Bäumen und vor allem einer Pestwurzart mit gigantischen Schirmblättern umwachsen ist. Dagmar teilt Erdbeeren mit einem neugierigen 

Eichhörnchen

Eichhörnchen – nicht nur die Kinder sind begeistert – und Gerd ein Meisterfotograf!

Wir wandeln dann weiter durch einen Traumurwald – bleiben immer wieder stehen und staunen: Die üppig blühenden Bromelien werden uns die ganze Reise in allen Variationen begleiten (und mittendrin sitzt der kleine listige Pfeilgiftfrosch, den wir zum Glück nicht kennengelernt haben!). Dann geht es weiter zu den Waterfall Gardens, ein schön angelegter tropischer Garten mit dem größten Schmetterlingsgehege der Welt; dort machen wir

Tukan

Bekanntschaft mit zahmen farbenprächtigen Tukanen und Papageien, die sich uns auf den Arm setzen – an der Kolibri-Fütterungsstelle machen wir ein zweites Picknick. Die Anlage hat noch ein Kappuzineraffen-, ein Schlangen- und Fröschehaus (als wir drin sind, ist die Nieselregenanlage angestellt, weswegen Gerd, Heide und ich diese feuchte Fröschewelt schnell verlassen und ein altes Haus besichtigen, das in Art eines Freilichtmuseums die frühere schlichte Wohnkultur zeigt).  In der Zwischenzeit, lassen sich Dagmar, Meike und Anika von dem sympathischen jungen Guide alle ‘seine’ Frösche zeigen, sogar den berühmten Blue-Jeans-Frosch! Haben wir anderen drei da etwas verpasst?

Geschwister Bell

Auf dem Rückweg fahren wir bei Nidia, Mauricio, Gilberto und Jimmy Bell vorbei – eine Künstlerfamilie, die aus Holzblöcken Papageien und Tukane in allen Größen herausarbeiten und farbenfroh anmalen – es geht uns wie Dagmar und Gerd bei vorherigen Besuchen: Wir können nicht widerstehen und kaufen unseren ersten kleinen grünen Papagei – es wird nicht der letzte Vogel sein, die wir dort erwerben.

Virgin de los Angeles

Am Wochenende fahren wir nach Cartago, der alten Hauptstadt von Costa Rica. Die eindrucksvollen Ruinen der Kathedrale sind stumme Zeugen der Folgen der verheerenden Erdbeben, die immer wieder dieses Land heimsuchen. 1926 wurde die neue Kathedrale mit prachtvoller Fassade eingeweiht  – auf einem der Kirchenfenster sind die führenden Geistlichen von damals mit ihren europäisch aussehenden Gesichtern zu sehen, die den Aufbau der Kathedrale durchführen ließen; diese Kathedrale ist ein zentraler Wallfahrtsort für ganz Zentralamerika – im August findet eine große Wallfahrt mit hunderttausenden Gläubigen aus Costa Rica und den Nachbarländern statt. Der Standort geht auf eine Marienerscheinung zurück: Ein armes, dunkelhäutiges Mestizen-Mädchen mit Namen Juana Pereira hatte 1635 eine steinerne Marienstatue gefunden – die mehrmals nach der Überlieferung auf wundersame Weise wieder auf diesen Felsen am Fundort Ort zurückgekehrt ist – ein Zeichen dafür, dass an dieser Stelle ein Ort des Gebets aufgebaut werden sollte. Aus diesem Grund ist diese Kirche der Virgin de los Angeles, der Jungfrau der Engel, geweiht. Auf einem weiteren Kirchenfenster ist diese Geschichte zu sehen – allerdings ist es auch hier eine schöne weiße Frau, die Holz sucht.

Während unseres Rundgangs sehen wir, wie sich im Mittelgang auf den Fliesen Gläubige jeden Alters auf den Knien nach vorne zum Hochaltar bewegen, wo sie im Gebet verharren. Kinder machen sich einen Spaß daraus und legen eine flotteres Tempo vor, während die Erwachsenen, Männer wie Frauen jeden Alters, wie ein Uhrwerk laufend, langsam nach vorne rutschen.

Duo Don Bosco

Nach einem Picknick auf einer wunderschönen Anhöhe mit Blick ins Orosi-Tal fahren wir zur ältesten erhaltenen Kolonialkirche Costa Ricas, ein Kloster, das von Franziskanern aufgebaut wurde. Im schlichten Gotteshaus findet gerade eine kirchliche Trauung statt. Da keine Orgel vorhanden ist, wird der Gottesdienst musikalisch von dem Duo Don Bosco feierlich gestaltet. Dagmar in ihrer kommunikativen Art spricht nach dem Gottesdienst den Sänger an – er erzählte, dass die Sängerin vier Operationen hinter sich hat – die Ärzte teilten ihr mit, dass sie nie mehr singen könne. Aber sie wurde geheilt – und jetzt ist ihr Gesang, der uns alle berührt hat, ein Zeugnis des Glaubens.

Dagmar fährt dann mit dem Landrover weiter, Gerd ist Copilot – wir fahren eine enge holprige Anfahrt hinauf – ins Ungewisse – eigentlich ist jeder weitere Meter eine Zumutung. Irgendwo hier soll unser Quartier sein? Dann geht plötzlich ein Weg nach links ab,  der jedem Moselsteilhang den Rang ablaufen könnte. Wir bleiben ratlos stehen.  Dagmar meint, es wäre besser auf der Straße zu bleiben – Gerd meint, hier müssen wir runter; Heide und Horst meinen, in diesem Moment gar nichts:  Keiner der Wege ist verheißungsvoll; beide sehen eher wie Sackgassen aus – abgesehen von Zustand und Gefälle. Und wenn jetzt auch noch – woher auch immer – Gegenverkehr käme!??

Orosi Tal

Horst läuft den steilen Weg runter und entdeckt nach einer kleinen Biegung eine Sohle mit einem etwas herruntergekommenen Haus – zwei kleine schwarzweiße junge Hunde laufen ihm entgegen, Hühner, ein Hahn – wo sind wir hier gelandet?? – Gerd kommt mit dem Auto hinterher – und dann geht es nach wenigen Metern wieder auf eine kleine Anhöhe – und – kaum zu glauben – wir sind mitten in einem Paradies – mit prächtigen Blumen, Bananen- und Kaffeestauden, bärtigen Bäumen, einem Orangenhain und einer traumhaft schönen Aussicht.  Das ist Costa Rica – pura vida – hinter der nächsten Kurve Elend, Paradies, Urwald oder Nobelviertel.

Der Verwalter Jorge führt uns sichtbar stolz durch ‘seine’ Anlage – es gibt Momente, da kann man es kaum glauben, sondern nur schauen! Dagmar hat vereinbart, dass wir anschließend mit Jorge, seiner Frau und der Tochter, die für uns das Abendessen gerichtet haben, an deren großen Tisch gemeinsam essen. Zu dem liebevoll vorbereiteten Essen spricht Horst zu Beginn ein freies Tischgebet; daraufhin setzt Jorge frei betend das Gebet fort. Anschließend stellt sich heraus, dass unsere Gastgeber Zeugen Jehovas sind. Die Hausherrin sagt in einem sehr bestimmten Ton (Gerd meint, sie sei die heimliche Chefin): „Die Katholische Kirche hätte zu viel Imaginäres“. Den Eindruck hatte ich allerdings auch beim Besuch in der Kathedrale in Cartago – entweder Maria in unterschiedlichen Variationen oder die Erzengel, vor allem der kämpferische Erzengel Michael. Jorge und seine Familie sind die nettesten Zeugen Jehovas, die wir kennenlernen durften. Hier sind sechs Kinder zu Hause, fünf Söhne und als jüngstes Kind eine Tochter. Einer der jugendlichen Söhne hat eine fünfzehnjährige Teenagerin geheiratet; beide zeigen uns stolz ihr vier-Wochen-altes Baby. Die fitte Oma kommentiert die frühe Elternschaft mit den Worten: „Sie denken nicht nach!“

Yuca (Maniok) Wurzeln

Jorge erzählt, dass er, um seine Familie zu ernähren, mehrere Berufe ausübt: Koch, Gärtner, Plantagenmanager, Hausmeister. Die Zeiten seien unsicher, da sei es gut, wenn man verschiedene Berufe vorweisen könne. Vom Kochen und Gärtnern versteht er wirklich etwas – außerdem kann er schnitzen und Steine bearbeiten. Wir können uns nicht satt sehen an diesem kleinen Paradies, das er gepflanzt hat und mit seiner Familie hegt.

Montezuma Oropendola Nestrer

Am Sonntag fahren wir mit Jorge ins Tal, um frische Yuca-Wurzeln zu kaufen, vorbei an hohen Bäumen, an deren Äste die kunstvollen Oropendola-Nester hängen, die die klugen Vögel so gebaut haben, dass kein gefräßiges Tier der Brut etwas antun kann. Wir entdecken in den Eingängen verschiedener Häuser Kreuze, deren Mitte von einem weißen Tuch umschlungen sind – klarer Hinweis: heute ist der erste Sonntag nach Ostern, weißer Sonntag! Jorge kennt den einzigen Bauern, der in diesem Tal Yuca-Wurzeln anbaut – und, wie es der Zufall so will – kommt dieser Bauer gerade mit seinem Hund an der Straße entlang, als wir zu ihm hinfahren wollen. Er holt seine Gerätschaften, vor allem eine große Machete – und dann gräbt er die letzten Yuca-Wurzeln, die er noch hat, für uns aus – eine ist ganz riesig – andere sehen nicht so gut aus – und werden vor Ort kleingehauen.

Wallfahrt

Wir fahren eine kurze Strecke weiter, um bei brütender Sonnenhitze die Wallfahrt zum Bildnis der Jungfrau der unbefleckten Empfängnis del Rescate de Ujarrás mitzuerleben – die Wallfahrt hatte schon drei Stunden vorher um 7 Uhr im 8 km entfernten Paraiso de Cartago begonnen – die Marienstatue wird auf einer Sänfte unter einem blumengeschmückten Baldachin den Berg herunter getragen, gefolgt von einer großen Volksmenge, die alle Gebete nachspricht, die von einem Ansager mit Lautsprechen auf einem Pick-Up vorgesagt werden: ‘Madre de Jesús …’ – eine beeindruckende Prozession  – und zugleich ein großer Jahrmarkt und religiöser Rummel. 

Danach fahren wir mit den frisch erworbenen Yuca-Wurzeln den uns inzwischen bekannten und doch noch etwas unheimlichen Weg hoch zu Jorge, um die geernteten Yuca-Wurzeln klein zu raspeln – leider ist der größte Teil ‘mala’, einfach schlecht, was nicht immer von außen zu erkennen ist. Dagmar meint, der Yuca-Bauer habe das Geschäft seines Lebens gemacht – Jorge schenkt uns eine ganz Staude voller Bananen. Wir fahren zum letzten Mal die abenteuerliche Rumpelstrecke – mit Gegenverkehr – und dann geht es weiter zum Vulkan Irazu (3 432 m).

Aschefeld auf dem Irazu

Wieder verändert sich die Landschaft – es geht immer höher, vorbei u.a. an Kartoffelfeldern in unterschiedlichen Wachstumsphasen; am Straßenrand werden auch Rettiche, Karotten und Frühlingszwiebeln angeboten  – die Umgebung wirkt mitteleuropäisch, wenn auch etwas lieblicher als der Hunsrück. Ganz oben angekommen können wir uns einen Überblick verschaffen – unter uns liegt ein riesiges Aschefeld, daneben der 300 m tiefe Krater – da Nebel aufzieht, fahren wir schnell runter zum Souvenirshop, von wo aus wir zum Hauptkrater gehen können – wieder ein ganz anderer Eindruck. Die nach uns kommen, haben wegen des Nebels nicht mehr den beeindruckenden Blick in dieses unheimliche ‘Loch’ – das riesige Aschefeld hat eine beruhigende Wirkung – Dagmar und Horst gehen ihre eigenen noch nebelfreien meditativen Wege in die Stille hinein – Gerd und Heide lassen sich von der Nebelwolke ‘verschlingen’ und tauchen tröpfchen-behängt irgendwann wieder auf.

Den Igel machen

Dagmar hat wieder ein tolles Picknick vorbereitet – Horst darf zum ersten Mal ‘den Igel machen’ – eine Mango links und rechts vom Kern aufschneiden, das Fruchtfleisch kreuz und quer in Felder aufschneiden, die Schale umklappen  und – o Wunder – die Fruchtstücke bilden einen Rücken wie bei einem Igel; so lässt sich eine Mango gut essen – da schmeckt der Kaffee!

Nach einer langen Fahrt kommen wir zu Hause an; inzwischen sind Meike und Anika dabei, ein Essen vorzubereiten, wie sie es in Uganda kennengelernt haben – Horst darf noch mithelfen und die Kochbananen zu Püree zusammenstampfen! Es wird ein fröhlicher, genussreicher Abend. Rico – lecker!

Biesanz Woodworks

Am nächsten Tag fährt Dagmar mit uns zu einem Holzkünstler-Atelier, das 1973 von einem Finnen namens Barry Biesanz begonnen wurde. Prinzip: Nur tote Bäume bearbeiten – keine lebenden fällen. Der englischsprechende Mitarbeiter zeigt uns den herrlichen kleinen Garten mit Enten, ihren Jungen und anderen Vögeln – im Teich sollen zwei Piranhas schwimmen. Während es draußen heftig regnet, können wir in der Werkstatt die Holzschätze entdecken, den jahrelangen Prozess des Trocknens und der Holzbearbeitung  bis zum letzten Schliff verfolgen (mit 100 % Rum wird das Öl/Fett aus dem Tropenholz herausgelöst – echt biologische Behandlung –  schade um den betörend duftenden Rum, aber gut fürs Holz’- wie ein kräftiger Schnaps nach einer fetten Mahlzeit!). Durch die Führung werden uns die Augen geöffnet, wie aus so individuell gemaserten Hölzern Unikate herausgearbeitet werden. Wieder sind wir begeistert!

Stadtführung mit Stacey

 So begegnen wir Menschen, die von einer Idee beseelt sind und den Funken überspringen lassen –  die Sängerin, Jorge und seine Familie, die das tolle Grundstück pflegen, die Familie Bell, die die tollen Vögel aus Holz herauszaubern, der Führer in der Holzwerkstatt, der uns leidenschaftlich erklärend durch die verschiedenen Abteilungen der Werkstatt führt. Dann Stacey, die bei strömendem Regen mit uns unverdrossen eine Führung durch downtown San José macht,  später werden wir noch Norman auf der Kaffeeplantage Espiritu Santo (Heiliger Geist!) kennenlernen, der wie ein Missionar so vom Kaffeegeist erfüllt ist, dass Heide und Horst sich kiloweise mit dem besten Kaffee der Welt eindecken! Übrigens steht am Kaffeeshop auf mehreren Tafeln, wie gesund Kaffee sein soll – gegen Krebs, Leberzirrhose, Alzheimer, Konzentrationsschwächen – unglaublich. Schade, dass wir den gekauften Kaffee nicht bei unserer Krankenkasse als Heilig-Geist-Heilmittel abrechnen können. 

Picknick auf der Kaffeeplantage

Es folgen Abenteuerfahrten mit roten Taxis, Abende mit Carmen, Nachbarin und Freundin mit ihren beiden Kindern, mit Melania und Pedro, die so ganz andere Lebensentwürfe verkörpern wie wir Hunsrücker – und immer wieder sich wandelnde Landschaften, der urwüchsige pazifische Strand direkt neben der klotzigen Touristenanlange von Herradura, die Eisenkirche von Grecia (vorher erleben wir zufällig die Parade der Schülerkapellen anlässlich des 174. Gründungstages der Stadt mit), der Blick von der traumhaft schön gelegenen Villa Caletas auf den Pazifischen Ozean im milden Nachmittagslicht, die kulinarischen Genüsse von frischen Früchten wie Papayas, Mangos, Ananas, Bananen, Passionsfrüchte, Avocados …

Parade der Schüler

 …

Vieles könnten wir noch erzählen …. In einem Buchladen in San José finden wir einen Band mit dem Titel ‘Alma de Costa Rica’ – ALMA – SEELE beschreibt die Eigenart eines Menschen, einer Landschaft, einer Mentalität. Das Buch über die Seele von Costa Rica zeigt wunderbare Bilder einer amerikanischen Fotografin – mit meditativen Texten von vielen prominenten Geistesgrößen, aber nicht ein einziges Zitat stammt von einem Costaricaner. Das ist symptomatisch: Die „Schweiz Lateinamerikas“, wie Costa Rica auch wegen der hohen Gebirgsformationen und der stabilen politischen Situation genannt wird, ist eine große Projektionsfläche für viele Touristen – wirklich in Berührung zu kommen mit Menschen gelingt nur, wenn man die Sprache spricht. Leider sprechen wir so gut wie kein Wort Spanisch, aber Dagmar und Gerd sind wunderbare ‘Türöffner’.

Sonnenuntergang am Pazifik

Eine unvergesslich schöne Reise liegt hinter uns – nach Tagen in Deutschland beginne ich jede Nacht von Costa Rica zu träumen. Dagmar und Gerd haben uns eindrückliche  Begegnungen ermöglicht, die uns immer wieder die Seele dieses Landes spüren ließen. DANKE!!

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3 Kommentare zu Die Sicht der Besucher – ein Gastbeitrag

  1. Wunderbarer Artikel! Wirklich spannend, es auch mal aus der Besucherperspektive zu sehen die uns dann auch erwartet 🙂

  2. Rita Wörner sagt:

    Herrlicher Bericht! Da werden Erinnerungen wach!
    Costa-Rica ist so ein schönes Land. Wenn ich den Bericht lese, bin ich wieder in meinen Gedanken dort.
    Seid lieb gegrüßt und umarmt von Rita

  3. Greta und Fritzi sagt:

    Hallo, ihr Lieben,
    herzlichen Dank für diesen wundervollen Gastbeitrag! Super toll geschrieben und richtig spannend! Diese Eindrücke und Erlebnisse werden für ewig lange Zeit bleiben und immer wieder an diese tolle Zeit erinnern! 😉
    Allen, die Dagmar und Gerd noch besuchen kommen, eine ebenso traumhafte Zeit mit ihnen!
    Seid innig umarmt und laßt es Euch gut gehen.
    Von ganzem Herzen weiterhin alles erdenklich Gute.
    Greta <3 und Fritzi

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