Wahrnehmungen und Empfindungen

Wie fühlt sich das denn an … Weihnachten in Costa Rica ? Neujahr ? Wie feiert man dort Geburtstag im Winter ? Viel Neugierde und viele Fragen haben wir am Telefon, über Skype und in vielen Briefen erhalten, „erzählt doch mal im nächsten blog“.

Und so lassen wir nun die letzten Wochen Revue passieren und berichten Euch von unseren Wahrnehmungen, die zuweilen anders waren, als die Wahrnehmungen unserer costaricanischen Freunde. So ist das eben in einer anderen Kultur und das Schöne daran ist, es rüttelt sich auch Manches zurecht und wir realisieren immer wieder, wie gut es uns doch geht in „Old Germany“.

Vorweihnachtszeit, der Regen hat aufgehört, es ist „verano“, Sommer. Es wird wärmer und windiger, blauer Himmel, Wolkengebilde, die Geschichten erzählen können, und wie immer, um halb sechs geht die Sonne unter und um 6 Uhr ist es zappenduster. Die weihnachtlichen Lichterketten erleuchten die Straßen wie bei uns, die Weihnachstbäume vor und in den Geschäften sind mächtige, überreich geschmückte Zypressen. In den Häusern und Wohnungen werden die Weihnachtsbäume Anfang Dezember aufgestellt, oft in dem großen Eingang oder Flur des Hauses, aber auch in den Wohnzimmern.

„Regalos, regalitos“ sind nun an der Tagesordnung, man beschenkt sich reichlich und jeden und dennoch herrscht ein fast gemütliches Treiben in den großen Einkaufszentren. Man spürt keine Hektik und keinen Stress und sieht auch keine mit vielen Tüten überladenen Leute müde durch die Läden hasten. 

Wer ein Geschenk bekommt, strahlt übers ganze Gesicht und freut sich erst einmal minutenlang, dann wird das Geschenk mit nach Hause genommen und unter den Weihnachtsbaum gelegt.

Talento Familia Bell (PS: Auf die Bilder klicken für volle Größe)

Wir haben den „Bell-Geschwistern“, die diese wunderschönen Papageien in einer Garage schnitzen und bemalen, jeweils einen kleinen Weihnachtsmann (aus Deutschland mitgebracht) geschenkt, wohlwissend, dass ein „regalito“ ein Zeichen von Wertschätzung und persönlicher Anerkennung des Anderen ist. Und doch waren wir sehr berührt, dass große, erwachsene Männer diese kleine Keramikfigur überglücklich an ihre Wange drückten (diese Reaktion haben wir bei vielen eher einfachen Ticos erleben dürfen). Als die älteste Schwester dann ihr Figürchen bekam plus einen etwas größeren, dickeren Weihnachtsmann für ihren Neffen, der mit seinen 11 Jahren schon sein erstes Werk geschnitzt hat, setzten wir uns auf einen Baumstamm und sie erzählte ihre ganze Familiengeschichte. Der Auslöser war wohl, dass ihr Vater die gleiche Figur hatte wie der Weihnachtsmann. Zum Abschied schenkte sie mir dann einen Papageien, den ich nach ihr Doña Nidia nannte und der nun in meinem Büro auf mich und meine Arbeit schaut.

Auch die Pfeifers und Rita wollten wissen, wie sich Weihnachten hier anfühlt und trudelten mit Spät- und Frühflieger am 21.und 22.12. hier ein. Bei einem ersten gemeinsamen Ausflug haben wir einen Bauern auf der Straße um ein Foto gebeten, bei dem er viel Geduld und wir viel Spaß hatten. Seine umgerechnet 2 $ hat er dann glücklich hochgehalten und ehe ich mich’s versah, mich zahnlos vor lauter Freude geküßt.

Ein kurzer Stopp für den Ochsenkarren, mit dem früher der Kaffee transportiert wurde oder die Pflücker, wenn sie zu viel getrunken hatten.

Wir haben vorweihnachtlich zu Hause mit gegrilltem Fisch und lokalen Köstlichkeiten getafelt und wollten dann den 24.12. so verbringen wie die Einheimischen.

Morgens allerdings haben uns die Ticos dann doch als befremdliche Spezies wahrgenommen, als wir „feliz navidad“ singend zum Swimmingpool runtergelaufen sind und dort mit Weihnachtsmütze unsere Pooltänze machten. Wir fanden das sehr lustig und meine Heimwehtränchen haben sich dann in Lachtränchen aufgelöst, mir ging es hinterher wesentlich besser. Carmen, eine Spanierin, machte für uns die Fotos und jede Menge mit ihrem Telefon für sich selbst, um ihrer Familie und ihren Eltern zu zeigen, dass sie inzwischen ein ganz anderes Bild von den Deutschen hat, nämlich dass diese lustig, fröhlich, kreativ und warmherzig sind und gerne Parties feiern.

Feliz Navidad bei 22 Grad

Um 19 Uhr sind wir in die Kirche Iglesia San Rafael Arcángel gegangen, erlebten kleine Aufführungen der Weihnachtsgeschichten von Kindern und Erwachsenen. Mit viel Musik und Gesang wurde dann in einer Prozession das Christuskind in die Kirche getragen und vom Priester in die Krippe gelegt. Die Ticos sind sehr christlich, überall gibt es Krippen, große und kleine Ställe, an dem Flughafen, in Häusern und Vorgärten, in Geschäften und Einkaufszentren. Überall fehlt für unsere Wahrnehmung das Jesuskind. Aber für die Ticos ist es ja noch nicht da, „uns ist heute unser Retter geboren“ steht es in großen Buchstaben an dem Altar und so wird das Kind in die Krippe gelegt, bevor der Gottesdienst beginnt. Das Kind streckt eine Hand nach oben, so, als wolle es uns sagen, ich bin hier und dort gehen wir jetzt lang.

Fröhliche Lieder, mitreissende Schlagzeug- und Gitarrenmusik und ein wunderbarer Tenor, wäre es nicht mit der Zeit zu viel Weihrauch gewesen, wir hätten auch gern noch länger zugehört.  Glücklich im Rhytmus singende, uns unbekannte Menschen, die uns anstrahlen, uns die Hand geben und Frieden wünschen.

Es ist später als wir dachten, da freuen wir uns, als wir vom Auto aus sehen, dass Mario und Robin schon in der Küche hantieren und die beliebten Yucca Puffer gebraten haben. (Die Yuccawurzel zu raspeln war nur mit einer neuen deutschen Reibe möglich, da unser 3. Exemplar kurz vorher auseinandergebrochen war.)

Wir versuchten einige Weihnachtsgesänge, doch die Töne wollten wahrscheinlich mangels Gitarre nicht so richtig aus uns herauskommen. Unsere spanisch-mexikanischen Nachbarn kamen vorbei, um mit uns ein Gläschen zu trinken und brachten dann eine Kindergitarre, die Werner mit Begeisterung und Hingabe erst einmal stimmte.

Nach dem Festessen (22-24 Uhr), das für viele Einheimische auch in der Kirche stattfinden kann (die Jugendlichen machen Aufführungen, die Mütter haben alles geschmückt und die Väter kochen), gibt es Bescherung und ich konnte meine Neugierde auf die Briefe und Päckchen unter dem Weihnachtsbaum endlich stillen. Wie schön, aus der Heimat zu hören und zu lesen, das hat uns bis heute gut getan, denn immer noch trudeln Weihnachtsbriefe im Postfach ein. Zu unserer Überraschung hörten wir einige Knaller um Mitternacht und sahen dann von unserem Berg aus mindestens 30 Feuerwerke, so eine Art Freudenfeuer für die Ticos.

Der frühmorgendliche Aufbruch von Pfeifers auf ihre Tour begann dann für diese auch mit Warten am Hotel auf die, die dann eben nicht kamen. Am besten hat man immer was zum Lesen dabei, denn es gibt viele Gründe, warum man auf irgendwas oder irgendwen wartet. Wenn man sich darauf eingestellt hat, tut es sogar gut. Entschleunigung nennt man das wohl. Früher hätten wir das Unpünktlichkeit genannt, eine fehlende Tugend, heute nehmen wir das anders wahr. In Lateinamerika hat man ein anderes Gefühl für Zeit, man geht anders damit um. Und man freut sich immer, wenn dann z.B. der Bus kommt oder der erwartete Besucher da ist und begegnet sich freundlich. Nie fragt man, warum jemand nicht gekommen ist oder warum später oder gar nicht. Das würde den Gefragten nur in eine unangenehme Situation bringen, er müsste sich irgendwas ausdenken, nur um eine freundliche Antwort zu geben, die uns gut tut. Aber wenn er lügen muss, fühlt er sich selber schlecht, also eben nicht fragen, das gibt eine bessere Atmosphäre. Ausserdem gilt hier mehr als irgendwo sonst, dass man sich auf die Gegenwart konzentriert und nach vorne schaut. Zurücblicken, sich über was ärgern, was gestern war und nicht mehr zu ändern ist, ist den Ticos fremd.

Der 1. Weihnachtstag gehört zuerst einmal den Kindern.  Bescherung, sobald man aufgestanden ist, noch im Schlafi spickeln, ob der Weihnachtsmann auch wirklich in der Nacht da war. „Regalos“ auspacken, das neue Skateboard, das  Fahrrad oder den Computer ausprobieren.

Stadtplan - was ist das?

Am 26. 12. –so hörte Gerd von Kollegen – ist Karneval in San José. Es brauchte 2 Stunden, bis wir mit häufigem Nachfragen den Ort des Umzugs gefunden hatten, als wir es endlich wussten, konnte uns die Polzisten, die hier immer sehr nett sind und sehr auf die Touristen aufpassen, auch nicht wirklich weiterhelfen, da sie wohl noch nie einen Stadtplan gelesen hatten. Sie kannten aber die Busstation und so liessen wir das Auto stehen und fuhren mit den Einheimischen im Bus zum Karneval. Wir brauchen uns nicht zu outen, die Leute um uns herum wussten, dass wir zum Karneval wollten und haben uns zu verstehen gegeben, dass sie aufpassen, wann wir aussteigen müssen.

Tico Schönheiten

Ich bin dann beim nächsten Halt kurz zum Schaffner, um ihn zu fragen und als ich zurückkam, saß eine wirklich attraktive Costa Ricanerin neben Gerd. Gerd zuckte lachend die Schultern, ich wollte schon weitergehen, aber da erinnerte ich mich daran, wie sich die Señoras und Señoritas in der Spanischschule zusammengetan hatten und sich gegenseitig erzählten, dass der Mann von der Dagmar „guapo“ sei und sie ihn unbedingt kennenlernen müssen. Hier macht man alle Kontakte, sogar geschäftliche Termine, über facebook und so wurde Gerd von den hiesigen Schönheiten entdeckt. Gerd – qué guapo, guapísimo ! Stimmt ja. Also sagte ich der Schönheit, dass es mir leid tut für sie, aber dieser Mann neben ihr ist mein Ehemann. Rrrrrrrums, alle Erwartungen purzelten zusammen und schon war sie weg. Gut so, man weiss ja nie. Gerd hat sich hier schon grinsend an diesen Sonderstatus gewöhnt, in Deutschland hat er es gar nicht so wahrgenommen, wie attraktiv und gefragt er ist, jetzt weiß er es 🙂 .

Karneval in San José – die kleine Ausgabe von Rio

Zwischen Weihnachten und Neujahr gibt es traditionelle Stierkämpfe, die sich allerdings wesentlich von den spanischen Stierkämpfen unterscheiden. Viele Mutige und die, die es beweisen wollen, gehen gleichzeiting in die Arena und ein Bulle wird mit einem Reiter hineingelassen. Nun geht es darum, so lange wie möglich auf dem Bullen zu bleiben und dann so schnell wie möglich wegzulaufen , damit der Bulle einen nicht verletzt. Das bedarf ziemlicher Schnelligkeit, für die Zuschauer ist es ein Spektakel und nicht wenige sehen plötzlich ihre Verwandten in der Arena, die sie dann lautstark anfeuern.

Mutprobe - jeder darf in die Arena!

Wir haben die Mittags-Vorstellung mit Kindern und Jungbullen gesehen. Obwohl die Tiere nicht von den Ticos verletzt werden, hat es mir nicht gefallen. Die Tiere waren ängstlich und wollten so schnell es geht wieder raus aus der Arena.  Für die Ticos ist es ein nicht wegzudenkendes Ereignis, das von einem größeren Jahrmarkt und vielen Ständen umgeben ist.

Und wie feiert man Silvester ? Von gar nicht bis mit Tausenden am Strand.

Die Hotels und Lokale sind abends ab 21 / 22 Uhr geschlossen, die Touristen in den Bergen, im Inland gehen in die Koje und wachen erfrischt im neuen Jahr wieder auf. Die meisten Ticos treffen sich um 22 Uhr zu Hause und feiern dort oder, wenn sie können, fahren mit Sack und Pack an den Strand.

17:00 in Costa Rica - Mitternacht in Deutschland

Wir fuhren nach Sámara, einen Strand, den Julia und ihre Freunde uns als super-schön geschildert hatten, und so war es. Schönster Sandstrand, viele Palmen und km lange Strandspaziergänge, unvergesslich schöne Sonnenauf- und –untergänge. Gerd und ich machten Picknick am noch recht einsamen Strand, telefonierten mit den Lieben zu Hause, genossen den Sonnenuntergang und Gerd machte dann sogar noch ein kleines Lagerfeuer aus getrockneten Palmblättern und Treibholz. 

Mitternacht

Um Mitternacht war der Strand mehr als bevölkert, alle 50 m gab es ein Lagerfeuer oder einen Grill und auch wir hatten mit bester Laune eine Ticokette mit einem Schapsglas um, für den „shot“ den man sich am Strand gegenseitig schenkt, wenn man dem anderen ein gesegnetes und glückliches Jahr wünscht.

An verschiedenen Stellen gab es Feuerwerk, aber zeitlich nicht so koordiniert, man wusste nie, ob noch was kommt oder ob es zu Ende ist. In Manuel Antonio, wo Rita mit ihrer Tour weilte, kaufte sich ein Grüppchen Wein, um das Feuerwerk um Mitternacht am Strand zu geniessen. Schliesslich gab es keines, der Wein war leer und alle gingen ins Bett. Um kurz nach 1 Uhr hörten sie dann das, was sie um 12 Uhr erwartet hatten… Man hatte das Feuerwerk verlegt und das dauerte dann eben ein bisschen länger. Pura vida.

Silvester am Strand

Am Neujahrstag wussten wir dann, warum Manche davor warnen, zum Jahreswechsel an den Strand zu gehen.Tausende von Menschen überfluteten den schönsten Strand, Playa Carillo, costaricanische Familienidylle, jung und alt, feierten miteinander, die Kinder spielten im Flusszulauf, Mütter stillten ihr Babies, die Jugend spielte Ball, die Väter parlierten und die alten Frauen brachten Unmengen von Schüsseln und Töpfen mit vielen Speisen. Grill- und Barbecue Duft bis hinein ins Meer, ein wahres Volksfest !

Wir suchten und fanden weiter im Süden einen einsamen Starnd, sehr naturbelassen, wiederum ein kleines Bio Reservat. Ein Naturschützer zeigte uns dort die Spuren von einem Racoon (Waschbär), der in der Nacht die Schildkröteneier ausgegraben und weggeschleckert hatte und wir erfuhren, dass man hier der Natur seinen Lauf lässt, solange der Bestand der Schildkröten nicht gefährdet ist.

Brücke mit Fußgängerweg

Sámara, so haben wir das empfunden, ist ein kultivierter Karibikstrand am Pazifik, nichts für Surfer, aber sehr schön zum Schwimmen und Erholen, lokale Künstler, nette Geschäfte und ausgesprochen gute Restaurants direkt am Strand. A propos Wahrnehmungen, vor unserem Hotel liefen die Pferde auf der Strasse ´rum und die Autofahrer haben geduldig  gewartet. Es gibt viele kleine Brücken, manche haben separate Fusswege, ein netter Service für die Spaziergänger, aber man schaut besser hin, bevor man sie betritt, sonst fällt man eine Etage tiefer.

Wir wollten das Auto stehen lassen und uns 2 Fahrräder mieten. No problema, si, claro ! Die Fahrräder vom Hotel waren ohne Luft, die Handbremse funktionierte nicht, die Kette war extrem verrostet. Auch kein Problem, dass wir sie nicht genommen haben. Wir marschierten dann einem Schild hinterher, das uns professionelle Fahrradvermietung verhiess. Es dauert eine Weile, bis wir wussten, welches Haus. Die Fahrräder waren sauber, die Kette nicht rostig, Luft war im Reifen, was will man mehr. Doch, halt, es sah irgendwie unfertig aus, richtig, die Bremsen fehlten. No problema, der Jungunternehmer gab uns zu verstehen, dass wir durch Rückwärtstreten das Tempo reduzieren können.

Na, dann doch lieber per pedes, kein Problem, danke vielmals, pura vida und jeder ist zufrieden. 

Karibische Rythmen

In meinen Geburtstag hineinzufeiern, im Januar im Sonnenschein im Zelt am Pool (!) mit Calypso Musik, war so fröhlich und herzlich.

 „…hättest Du Dir vor ein paar Jahren denken können, dass Du Deinen Sechzigsten mit einem gewissen Herrn Müller in Costa Rica feiern würdest ?…“ So die launige Frage von Gerd’s Bruder Mac.

Nein, hätte ich nicht, es war unvorstellbar für mich. Daran sieht man, welch’ Überraschungen das Leben für uns bereit hält. Auch hier gab’s wieder jede Menge Wahrnehmungen :

Spontane Sänger

die Nachbarn, die ungeplant und unabgesprochen begannen, voller Inbrust Arien zu schmettern (einer fängt an, die anderen gesellen sich hinzu), die Kinder, die voller Freude, dass sie das Mikro der kleinen Band benutzen durften, unter Kichern versuchten, kleine Reden zu halten, und später immer wieder Pausen für irgendwelche Tricks, Tänze oder Vorführungen einforderten. Pedro, Arzt von Beruf, der plötzlich mit übergroßer Freude Bongo spielt und die Kapelle rhytmisch verstärkt, der gehbehinderte Vater einer Freundin, der von Anfang bis Ende tanzte, obwohl er eigentlich seine Koffer für die Abreise packen wollte, usw.

Vergessen waren die Unsicherheiten, wer denn nun wirklich kommt. Von eingeladenen 40 Personen waren es am Morgen des Festes nur noch 25, doch dann kamen 8 Leute, die nicht eingeladen waren, und es blieben keine Tische leer. Ungewöhnlich für uns, aber auch schön, denn die, die da waren, haben prächtige Stimmung mitgebracht. 

Ein Fest mit fröhlichen Gästen

Man sagt hier, es sind die willkommen, die zum Fest eingeladen sind, und die, die zum Fest kommen.  

Dazu passte dann auch, dass die Kellner 2 Abendessen den diensthabenden Sicherheitsleuten brachten und wiederkamen „…bitte noch 2 Essen und 4 Desserts, denn es sind 4 Sicherheitsleute heute abend da“.
Ja, man sorgt eben hier auch für seine Freunde 🙂 .

Alles in allem war es ein superschönes Fest, ich hatte gar keine Arbeit, konnte nur alles geniessen, und liebe Rita, es war toll, dass Du hier warst und mit uns gefeiert hast.

Ausklang über der Stadt

Die Fotos sind von meinem Geburtstagsgeschenk von Gerd, eine wurf-, stoß- und wasserfeste Kamera. Dieser Wunsch entwickelte sich nach Gerd’s Mexico-Pfützensturz-Ereignis und jetzt freue ich mich schon auf die nächsten Bootsfahrten und Schnorcheltouren.

 

 

Die starken Winde haben Blätter von den Bäumen gefegt, so dass wir uns wundern,  die Zeit „verano“ zu nennen, wenn die Bäume keine Blätter haben und das frische Grün der Wiesen etwas matter wird. Die Trockenzeit hat begonnen. Und  uns hat der geschäftliche Alltag wieder im Griff. Nach meinem Projekt für China arbeite ich nun für Afrika, wieder eine neue Kultur. Weil Gerd das Costa Rica Team so gut gecoacht hat, darf er das Gleiche jetzt für Panama machen, heißt also, alle 6 Wochen 2 Tage in Panama. Das wird auch spannend.

Meine aktive Arbeitszeit geht noch bis Ende Juni 2012, dann freue ich mich, viel Zeit für meine Enkel und andere Besucher in Costa Rica zu haben, bis wir im November wieder nach Stuttgart zurückziehen. Also wieder ein Jahr voller spannender Geschichten. Und für meine Zukunftsaufgabe habe ich kürzlich die ersten Schritte gemacht und mich bei dem Kinderprojekt „Die Arche“ beworben, um ab 2013 ehrenamtlich in Stuttgart aktiv werden zu können.

So, jetzt wird noch in die Hände gespuckt, dieses Wochenende ist auch ein Arbeitswochenende, damit wir unsere nächste Radreise nach Kuba Ende Januar antreten können. Mitte Februar sind wir wieder zurück, dann sicher bald mit einem blog mit Impressionen aus Kuba.

Sámara

Dieser Beitrag wurde unter Costa Rica - Ein Abenteuer abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Kommentare zu Wahrnehmungen und Empfindungen

  1. Bernhard Hofmann sagt:

    Lieber Gwerd, liebe Dagmar,
    Es freut mich, dass es Euch wohl gut geht in Costa Rica, und das Feiern im fremden
    Land ist, wie Ihr anschaulich berichtet, hoch interessant. Der Bericht über das Feiern kommt zu Eurech Berichten über die Natur und die Menschen und über Ausflüge und Reisen hinzu. – Wenn es möglich ist – und nicht die menschliche Rücksichtnahme oder die notwendige Verschwiegenheit am und über den Arbeitsplatz entgenegsteht – dann würde das Bild über Costa Rica abgerundet, wenn im Blog eine Serie über die Arbeit in Costa Rica veröffentlicht würde. Wie ist das Arbeitsleben dort ? Eures und das der Einheimischen ? – Entschuldigt meine Neugier und Indiskretion.!
    Herzliche Grüße!
    Bernhard

  2. Greta und Fritzi sagt:

    Halli, hallo ihr Lieben,
    > vielen, vielen Dank für den wieder einmal super geschriebenen Blog! Großes
    > Kompliment an Euch.
    > Konnte mir vieles beim Lesen vorstellen, wie es Euch ergangen ist.
    > Weihnachten und der Jahresanfang mal total anders!
    > Und die Geburtstagfeier, liebes Schwesterherz, muß ja auch ein Traum gewesen
    > sein!
    > Man fühlt halt auch beim Lesen mit und in Gedanken sind wir eh oft bei Euch!
    > 🙂
    >
    > Diese Abenteuer in einem fremden Land, die ihr nun schon erlebt habt, kann
    > man sich vorher sowieso nicht vorstellen! Ich finde es toll, dass ihr Euch
    > dort so wohlfühlt und auch viel unternehmt.
    >
    > Wann geht es nun los nach Kuba?
    Wünschen Euch eine schöne Zeit und telefonieren noch.
    Dickes Bussi an Euch Lieben, bis dann

    Greta<3 und Fritzi

  3. Hilde sagt:

    Hallo Ihr Beiden, habe mit Wonne den Bericht über die Weihnachtstage und Silvester in Costa Rica gelesen. Klingt als ob ihr euch dort sehr wohl fühlt, liebe Grüße Hilde

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.